Andreas Schmidt
Andreas SchmidtLeiter des Geschäftsbereiches Bandfedern
 

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Herr Schmidt, wie kommen Sie zu KERN-LIEBERS?

Andreas Schmidt

Über den elterlichen Betrieb GEBR. SCHMIDT, der 1880 gegründet wurde. Zusammen mit meinem Bruder führte ich diesen in vierter Generation. Genau wie KERN-LIEBERS haben wir uns auf Bandfedern spezialisiert. Allerdings kommt man als kleines Familienunternehmen mit rund 50 Mitarbeitern doch sehr schnell an Grenzen, wenn es zum Beispiel um die Themen Globalisierung, Best Cost Country oder Rohmaterialeinkauf geht. Hierfür benötigt man einen starken Partner – und den haben wir im Jahr 2004 mit KERN-LIEBERS gefunden.

 

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Was macht KERN-LIEBERS für Sie besonders?

Andreas Schmidt

Trotz der Größe mit rund. 8.000 Mitarbeitern ist KERN-LIEBERS dezentral organisiert. Am Beispiel GEBR. SCHMIDT kann ich das gut erklären: Wir sind an unserem Standort in Wuppertal für die Entwicklung, den Vertrieb und die Herstellung von speziellen Bandfedern wie zum Beispiel Spiralflachfedern oder Rollfedern verantwortlich. Somit können wir sehr schnell und flexibel in einem kleinen Team alle Kundenanforderungen umsetzen. Darüber hinaus schätze ich an KERN-LIEBERS als Familienunternehmen die strategische, langfristige Ausrichtung und damit verbundene Investitionsbereitschaft.

 

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Was ist Ihre Zielsetzung für die kommenden Jahre?

Andreas Schmidt

Wir wollen unsere Position als globaler Marktführer im Bereich der Sicherheitsgurtfedern festigen und ausbauen. Damit das gelingt, setzen wir auf die Entwicklung langfristiger und strategischer Partnerschaften.

 

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Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?

Andreas Schmidt

Wir beobachten die Auswirkungen weltwirtschaftlicher Entwicklungen, insbesondere bei Themen wie dem wachsenden Protektionismus, Handelszöllen, dem Brexit oder Fahrverboten in den Städten. Politische Entscheidungen schwächen die eigentlich robuste Wirtschaft. Mit einem breiten Produktportfolio, verbunden mit unserem globalen Footprint, sind wir als KERN-LIEBERS Gruppe allerdings in der Lage, auf solche Situationsveränderungen schnell reagieren zu können.

 

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Was sind die wichtigsten Trends und worin sehen Sie die Chancen und Risiken für unser Produkt?

Andreas Schmidt

Die Automobilindustrie befindet sich in einem großen Veränderungsprozess. Vielleicht ist dieser sogar vergleichbar mit dem Übergang von der Pferdekutsche zum Automobil. Gerade unter jüngeren Menschen hat das Auto heute nicht mehr den Stellenwert wie früher. Es ist nur noch ein Teil eines komplexen Mobilitätssystems – vom E-Bike über Car-Sharing bis hin zu öffentlichem Nahverkehr, Zug- oder Flugreisen. Autonomes Fahren wird die Mobilität noch weiter verändern, hinzu kommt das Thema klimaneutrale Mobilität. Die Zahl der Elektrofahrzeuge wird zunehmen, die Zulieferindustrie allerdings wird weniger Bauteile für die neuen Autos produzieren müssen. Und die von mir genannten Veränderungen kommen sehr schnell auf uns zu. Positiv für uns ist allerdings, dass alle Fahrzeuge, egal ob mit Elektromotor oder Brennstoffzelle, zum Schutz ihrer Insassen Sicherheitsgurte mit Federn von KERN-LIEBERS benötigen.

 

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Was dürfen Kunden und Geschäftspartner von Ihnen erwarten?

Andreas Schmidt

Eine ausgeprägte Kundenorientierung. Durch die globalen Umbrüche verändern sich die Anforderungen unserer Kunden und Geschäftspartner permanent. Ein Beispiel sind die selbstfahrenden Fahrzeuge: Diese werden in die Sitze integrierte Gurtsysteme benötigen. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir bereits heute genau die innovativen Lösungen, die zukünftig gefragt sein werden, und fertigen diese dann auch dort, wo unsere Kunden ihren Standort haben.