Todd Stender
Todd StenderLeiter Vertrieb und Entwicklung Nordamerika
 

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Was ist Ihre Aufgabe und Position bei KERN-LIEBERS?

Todd Stender

Ich bin Leiter Vertrieb und Entwicklung für Nordamerika. 1985 begann ich bei KERN-LIEBERS als Vertriebsingenieur. Ich arbeitete dann lange Zeit im Entwicklungsbereich unserer Triebfedern für Sicherheitsgurte in Nordamerika. Heute arbeiten wir mit allen Teams daran, unseren Kunden das gesamte Produktspektrum der KERN-LIEBERS Gruppe anzubieten – also nicht nur Bandfedern, sondern auch Drahtfedern und andere Produkte.

 

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Welche Bedeutung hat KERN-LIEBERS USA innerhalb der KERN-LIEBERS-Gruppe?

Todd Stender

KERN-LIEBERS USA war die erste Auslandsniederlassung der KERN-LIEBERS-Gruppe. 1975 starteten wir mit der Produktion in Toledo, Ohio. Damals fertigte der Großteil der Sicherheitsgurthersteller in den USA und in Kanada. Aufgrund seiner engen Anbindung an die Nord/Süd-und Ost/West-Highways war die Triebfederfertigung in Toledo zentralisiert. Eine unserer ersten Aufgaben bestand darin, den texturgewalzten Federband-Stahl „Primaflex“ bei den nordamerikanischen Kunden einzuführen. Innerhalb weniger Jahre stellten wir den gesamten Markt erfolgreich von Edelstahl (301SS) auf texturgewalzten Bandstahl um. Als unsere Kunden wegen der niedrigeren Kosten nach Mexiko abwanderten, folgten wir ihnen und gründeten 1988 KERN-LIEBERS Texas. KERN-LIEBERS Texas ist heute der größte Hersteller von Triebfedern für Sicherheitsgurtsysteme in der KERN-LIEBERS-Gruppe. Wir halten immer noch einen hohen Anteil im nordamerikanischen Markt und liefern auch nach Südamerika.

 

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Was hat sich aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren geändert?

Todd Stender

Viele unserer Kunden haben sich zu globalen Systemlieferanten der Automobilindustrie entwickelt. KERN-LIEBERS folgte ihnen mit Fertigungswerken auf der ganzen Welt und liefert nun lokale Produkte für lokale Märkte. Dies führte dazu, dass Preisverhandlungen heute global und standortunabhängig geführt werden und die Zusammenarbeit mit Einkäufern vor Ort begrenzt wurde. KERN-LIEBERS hat daraufhin das Key Account Management als Vertriebsform eingeführt, um die Kunden-Kommunikation zu verbessern und die weltweiten Aktivitäten zu koordinieren.

 

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Worin bestehen die zukünftigen Herausforderungen?

Todd Stender

In Nordamerika erwarten wir für die nächsten Jahre einen eher zurückhaltenden Markt mit wenig Wachstum in der Automobilproduktion. Deshalb werden wir unseren Kunden verstärkt auch andere Federn aus unserem Produktportfolio anbieten, um in Nordamerika weiterhin wachsen zu können. Innovationen wie der Beltbag-Gurtaufroller erfordern Federn mit weit höheren Rückzugskräften als ein Standard-Gurtaufroller. Durch eine frühzeitige Beteiligung in der Entwicklungsphase können wir gemeinsam mit dem Kunden die bestmögliche Lösung erarbeiten – ohne negative Beeinflussung der Lebensdauer einer Feder. Die selbstfahrenden Fahrzeuge der nahen Zukunft werden im Sitz integrierte Gurtsysteme benötigen – dieser Bereich wird auf jeden Fall einige neue Entwicklungen mit sich bringen. Wir freuen uns auf diese Herausforderungen, weil wir auch da unsere langjährige Erfahrung und Entwicklungskompetenz einbringen können.